Virtueller Rundflug

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Die Juragewässerkorrektion wirkt sich auf rund 400 Quadratkilometer Kulturlandschaft aus. Das Werk ist derart gewaltig, dass es paradoxerweise von blossem Auge gar nicht recht wahrgenommen und in seiner Ganzheit gewürdigt werden kann. Mit Hilfe der Computer-Technik ist es im Schlossmuseum Nidau nun aber möglich, neue Einblicke zu gewinnen. Dank einer eigens für das Museum entwickelten virtuellen Zeit-Flugmaschine können die Museumsbesucherinnen und -besucher das ganze Werk überfliegen und betrachten.

 

Zur Auswahl stehen nicht nur Zeit-Flugreisen in verschiedenen Epochen, sondern auch Betrachtungen zur Entwicklung der Landschaft mit und ohne Eingriffe der Juragewässerkorrektion.Die Museumsbesucher können sich einem Autopiloten anvertrauen oder haben auch die Möglichkeit, sich selber hinter das Steuer beziehungsweise hinter den Joystick zu setzen. Flughöhe, Neigung, Tempo und Richtung bestimmen dann Sie!

Seit Januar 2006 können alle Besucherinnen und Besucher eine wesentlich realitätsnähere Zeitreise erleben. Statt über eine digitalisierte Landkarte fliegen die Hobbypilotinnen und -piloten dank neu hinterlegten Luftbildern (Orthofotos) über eine «echte» Landschaft, auf der sie sogar ihr Heim anpeilen und beispielsweise überprüfen können, ob dieses zu den Zeiten der grossen Überschwemmungen unter Wasser gestanden wäre. Werden zudem bestimmte, signalisierte Standorte angeflogen, wird der Flug kurz unterbrochen und es schaltet sich automatisch die Stimme eines Flugbegleiters ein und gibt wichtige Informationen über die jeweilige Bauwerke der Juragewässerkorrektion bekannt - selbstverständlich auf Deutsch oder Französisch. Diese Art von Audiounterstützung ist erstmalig für solche Simulationen.

Möglich wurde die Neuerung dank der Unterstützung der Fachhochschule für Technik und Informatik (HTI) sowie des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo).